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Und immer bleibt die Frage - Wie viel Hypokrat darf eigentlich sein?

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Artikel 37 - Graffiti Geraffel

Geld ist nicht der zentrale Anreiz für menschliche Aktivität, zumindest nicht der einzige. Ein besonderes Beispiel dafür ist die Graffiti-Kultur an Lärmschutzwänden an der Autobahn Murcia-Alicante. Wer die selbsternannten Künstler dahinter sind, ist zwar nicht bekannt, körperlich überbelastet scheinen diese Personen in ihrem Beruf, wenn sie einen ausüben, jedoch nicht zu sein. Kaum sind diese Wände aufgestellt, braucht es nur ein bis zwei Nächte, bis alle Welt die kreativen Ergüsse dieser Heinzelmännchen bewundern kann.

Es mag schöne Wandkunst geben, dennoch ist die überwiegende Mehrheit dieser entarteten Alphabete mit Penissen und politischen Botschaften in stumpfsinnigster Art dargestellt und sind für die vorbeiziehende Mehrheit eine ästhetische Zumutung. Abgesehen von dieser mentalen Belastung für diejenigen, die diesem künstlerischen Egoismus ausgesetzt sind, kostet es diesen sogar noch Energie, Ressourcen und Geld, wie das Beispiel in Murcia zeigt.

Die Darstellung der Wandkunst, aka Graffiti, als Kavaliersdelikt ist einerseits eine Verhamlosung des Begriffs der Sachbeschädigung, des Eingriffs in das Privateigentum und eine Respektlosigkeit gegenüber der Allgemeinheit bei öffentlichen Gütern. Die individuellen Wandkünstler bemächtigen sich überwiegend fremden Eigentums ohne jegliche demokratische Legitimiation. Die Antwort darauf, ob wirkungsvoll oder nicht, ist die Kriminalisierung mit drakonischen Strafen für die entsprechenden Täterinnen. Das Mitansehen einer ästhetischen Dekadenz über Jahrzehnte und Kontinente hinweg führte zu keiner wirkungsvolleren Alternative.